ÖEK (I-26)

Eher eine Lagebeschreibung – denn all zu viel Information wurde nicht preisgegeben. 

Am 28.1. wurde das ÖEK, das örtliche Entwicklungskonzept im Z-2000 vorgestellt. 

Interessierte tummelten sich teilweise ratlos vor den Planständern im Lenausaal,  auf denen legendenreich die Pläne „Zukunft der Stadt „skizziert wurden. 

Christian Jonak-Moechel fasst die Situation kurz & treffend in der Stockerauer FB Gruppe zusammen zusammen:  

Stockerauer:innen sind „geistig unfähig“ – so wurden die anwesenden Bürger:innen kollektiv vom Raumplaner des ÖEK bezeichnet (wörtlich wurden „die Anwesenden“ genannt – gerichtet war es aber wohl an mich).

Meine einfache Frage: „Was sind Mobilityhubs und wo sind diese in Stockerau?“ Die Empörung war groß – es kamen Buhrufe und Pfiffe von den Besucher:innen.

„Das hier ist keine Diskussions-, sondern eine Informationsveranstaltung“ – die Information, wo diese Hubs denn nun sind, blieb unbeantwortet.

Immer noch finden sich „grandiose“ Ziele und „Maßnahmen“ im ÖEK:

Ziel: Aktivierung von Baulandreserven und Leerstand

Maßnahme: Aktivierung von Baulandreserven (Baulandmobilisierung)

Oder noch sinnloser formulierte Maßnahmen: „Ausbau der zentralen Funktion des Stadtkerns“ – was das für eine konkrete Maßnahme sein soll, versteht wohl niemand.

Auf meine Frage, was Ziele und Maßnahmen genau unterscheidet, wurde mir erklärt: Eine Maßnahme beschreibt, WIE ein Ziel erreicht wird. Warum dann aber Ziele und Maßnahmen im ÖEK so oft nur umformulierte inhaltsgleiche Sätze sind? Keine Antwort.

Das Konzept bleibt bewusst vage und ohne konkrete Maßnahmen – Bürgereinbindung nicht erwünscht.

Meine Fragen wurden von Bürgermeisterin Andrea Völkl als „bewusstes Stören der Veranstaltung“ bezeichnet. Was am Fragenstellen bei einer Infoveranstaltung bewusstes Stören ist, konnte sie mir nicht erklären – sie „ist lange genug im Geschäft, um zu verstehen, was hier abgeht“.

Im Frontalvortrag (Fragen unerwünscht) wurden zwar die affichierten Pläne projeziert, ein grüner LASER – Punkt tanzte zittrig über die Projektikonswand,  jedoch wurden keine Fragen, nicht einmal Verständnisfragen, beantwortet – das Publikum, die Bürger:innen als lästig notwendiges Beiwerk einer Präsentation. 

Was eigentlich präsentiert wurde, war vielen nicht klar. Die brandheißen Themen Innenstadtentwicklung & -gestaltung, sowie Verkehr wurden lediglich mit den Mobility-Hubs und ein paar Dutzend Metern Fahrradinfrastruktur in der unteren Schießstattgasse gestreift,

Ausbaupotenziale für Wohnraum & Gewerbe – Aktivierung von Baulandreserven dargestellt. 

Eine nicht funktionierende Website
http://www.mobility-hub.at
will ebenfalls darüber keine Auskunft über diese Hubs geben.  

Jedenfalls soll einer dieser Hubs zwischen Unter- und Oberzögersdorf stehen.
Mobility-Hubs, so wurde es dann erklärt, seine Schnittstellen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Der Bahnhof ist ein Mobility-Hub. Nach dieser Erklärung wird die Funktion des Zögersdorfer Hubs noch fragwürdiger. Vielleicht kann man vom Fahrrad in den Bus umsteigen; demnach wäre dann jede Bushaltestelle ebenfalls ein Mobility-Hub. 

Das Nichtwissen darüber ließ den Raumplaner letztlich verbal entgleisen und er beleidigte die Stockerauer:innen als Idioten & Dummköpfe (es war um eine Spur „elegenter“ formuliert „Wenn man nicht zuhören kann oder intelektuell nicht in der Lage ist, meinen Ausführungen zu folgen, dann kann man auch gehen) 

Große Themen wie 

bleiben jedoch unbehandelt. 

Die bereits zahlreichen erstellten Verkehrskonzepte dürfen weiter in Schubladen schlummern, Falb in der letzten Gemeinderatssitzung: „Belebung ohne Verkehr ist nicht möglich“. Die oft zitierten Umfahrungen (Nordspange, Sübumfahrung), um den MIV (motorisierter Individualverkehr) raus aus dem Zentrum zu bringen, wurden nciht einmal erwähnt, obwohl ebenfalls seit Jahrzehnten Thema. 

Weil es nicht nur Änderungen im ÖEK braucht, sondern auch ein radikales Umdenken, wie man mit Bürger:innen umgeht und sie einbindet. Der Verein Miteinander für Stockerau hat deswegen eine Petition erstellt

Das ÖEK ist teilweise online

 

 

 

 

 

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